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SIAF Director

Prof. Dr. med. Cezmi A. Akdis

Interview with the director, June 2009 (pdf)

Philosophie des Instituts

Das Schweizerische Institut für Allergie- und Asthmaforschung ist eine Abteilung der Stiftung Schweizerisches Forschungsinstitut für Hochgebirgsklima und Medizin Davos (SFI). Das Institut in seiner heutigen Form wurde von der Medizinischen Abteilung des SFI 1988 gegründet. Seit daher konzentrieren sich die Forschungsarbeiten des SIAF‘s auf die Grundlagenforschung der Allergien und des Asthmas.

1905 Tuberculosis Research Institute Davos
Medical Society Davos, Community of Davos, K. Turban
1907 Physical-Meteorological Observatory Davos, C. Dorno
1922 Swiss Research Institute for High Altitude Climate and Tuberculosis
1922-1933 A. Loewy, High Altitude Physiology
1934-1937 F. Roulet, Chemistry of Mycobacterium Tuberculosis
1938-1954 W. Berblinger, Pathology of Tuberculosis
1954-1960 W. A. Vischer, Resistance to Mycobacterium Tuberculosis
1961 Swiss Research Institute for High Altitude Climate and Medicine
1961-1985 E. Sorkin, Neuroendocrine-Immune Interactions
1985-1987 H. Basedowsky, Neuroendocrine-Immune Interactions
1988 Swiss Insitute of Allergy and Asthma Research (SIAF)
1988-2006 K. Blaser, Mechanisms of Allergy and Asthma
2006- C. A. Akdis, Mechanisms and novel methods for the diagnosis and treatment of Allergy and Asthma

Die weltweit steigende Belastung aufgrund von Krankheiten wie allergische Rhinitis, Asthma und atopisches Ekzema wurde als die „allergische Epidemie“ definiert. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung 9 bis 10 Milliarden zählen, davon werden 2 bis 4 Milliarden Menschen an einer allergischen Erkrankung leiden. Die Prävalenz in der Schweiz von allergischer Rhinitis liegt bei ca. 25%, bei Asthma und atopischer Dermatitis sind es rund 10%. All diese Erkrankungen erzeugen eine hohe sozio-ökonomische Belastung und müssen mit intensiver Forschung und Entwicklung angeganen werden.

Das Wort „Allergie“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet Fremdreaktion, das heisst, dass das Immunsystem auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe viel zu intensiv reagiert. Diese Reaktion kann sich beispielsweise gegen Pollen, Kosmetika, Lebensmittel oder Insektengifte richten und kann so stark ablaufen, dass der Organismus dabei geschädigt wird: Atemprobleme, allergisches Asthma, Hautausschläge, Schleimhautreizungen, Durchfall, Erbrechen und viele weitere Symptome. Leider führen Allergien oft zu schweren gesundheitlichen Belastungen, welche die Lebensqualität von Betroffenen stark einschränken und auch das familiäre, gesellschaftliche und berufliche Umfeld stark belasten kann.

Das Schweizerische Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF) in seiner heutigen Form wurde 1988 von der Medizinischen Abteilung der Stiftung Schweizerisches Forschungsinstitut für Hochgebirgsklima und Medizin Davos (SFI) gegründet. Das SIAF ist seit 1996 der Universität Zürich angegliedert und seit 2009 Mitglied der Life Science Zurich Graduate School, einem gemeinsamen Ausbildungs-Projekt der Universität Zürich und der ETH Zürich. Diese Angliederung ermöglicht dem SIAF eine vollumfängliche PhD-Ausbidlung anzubieten. Die Mitarbeiter des SIAF nehmen in nationalen und internationalen Organisationen sowie in Redaktionen von Top-Fachzeitschriften in den Bereichen Allergie, Asthma und klinische Immunologie eine führende Rolle wahr. Zusätzlich erfüllt das SIAF Lehrverpflichtungen an der Universität Zürich und der Universität Salzburg. Das Institut organisiert seit Jahren das international angesehene World Immune Regulation Meeting (WIRM) in Davos, das weltweit zu den attraktivsten Kongressen dieser Art zählt.

Es ist von enormer Wichtigkeit, dass sich die Forschung speziell der Verbesserung des Gesundheitszustandes der Betroffenen widmet. Denn das hohe Auftreten von Allergien und Asthma geht mit einer hohen sozialen wie auch wirtschaftlichen Belastung der Gesellschaft einher. Die medizinischen Gesamtkosten allergischer Erkrankungen in industrialisierten Ländern liegen im Milliardenbereich. Aus diesen Gründen werden dringend neue diagnostische, präventive und therapeutische Ansätze zur Behandlung von Allergien benötigt.

Das SIAF hat über 1’000 Fachbeiträge veröffentlicht und gehört zu den meistzitierten Instituten weltweit. Die vom SIAF publizierten Artikel wurden über 45‘000 Mal zitiert. Das Institut gehört mit seinen rund 50 Mitarbeitern (im Vergleich zu Universitäten mit Tausenden von Forschern) weltweit zu den Besten bezüglich Anzahl Mitarbeiter oder Zitierung geteilt durch Budget. In den letzten Jahren konnte eine signifikante Erhöhung der Anzahl Zitierungen erreicht werden. Es ist eine international bekannte Ausbildungsstätte für Doktoranden und Habilitanden.

 

Die Personalisierte Medizin

Eine Therapie ist nicht bei allen Patienten gleich wirksam und kann bei einigen gar zu starken Nebenwirkungen führen. Bei der Behandlung von Allergien, wie bei anderen Erkrankungen auch, geht man klassischerweise nach der jeweiligen Leitlinie vor, also auf die medizinisch anerkannte Vorgehensweise in Bezug auf Diagnostik und Therapie. Es hat sich jedoch gezeigt, dass gerade bei allergischen Erkrankungen das Krankheitsbild in vielen verschiedenen Arten auftreten kann, wie bei Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis, etc. Deshalb ist es zwingend notwendig, dieser Diversität Rechnung zu tragen. Und hier kommt die personalisierte Medizin ins Spiel.

Bei der personalisierten Medizin geht es darum, zusätzlich zum Krankheitsbild weitere Kenntnisse über die biologischen Eigenschaften von Patienten zu nutzen, um in Zukunft bereits vor dem Beginn einer Behandlung einschätzen zu können, ob ein Patient auf eine bestimmte Therapie ansprechen wird. Biomarker sind in der Medizin messbare charakteristische biologische Merkmale, die auf einen normalen biologischen oder krankhaften Prozess im Körper hinweisen können und so für Prognose und Diagnose der Krankheit genutzt werden können. Bei Biomarkern kann es sich um Zellen, Gene, Genprodukte oder bestimmte Moleküle wie Enzyme oder Hormone handeln. Es ist enorm wichtig, Biomarker als Prädiktoren für den Behandlungserfolg verschiedener Krankheits-Endotypen zu entdecken, damit Protokolle für die personalisierte Medizin effizient bei der Behandlung von Asthma und Allergien angewendet werden können.

Das SIAF verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Durchführung von Gene Array Transcriptomic. Als die systembiologischen Ansätze und die Analyse grosser Datenmenge an Bedeutung zunahm, haben wir vor vier Jahren damit begonnen, Omics-Methoden durchzuführen, mehrheitlich die Next-Generation-RNA-Sequencing-Transcriptomics, um auf eine Reihe wichtiger Fragen auf den Gebieten von Allergien und Asthma antworten zu können. Die Anzahl Projekte nahmen zu und wir weiteten diese in den letzten zwei Jahren auf andere Omics-Methoden aus.